Ducati in der rolle des gejagten

Am Sonntag erfolgt auf der 4,445 Kilometer langen Piste Phillip Island in Australien der Startschuss zur Superbike-WM 2010. Nach den letzten Tests am Sonntag und Montag haben sich vor allem die Ducati-Asse in die Favoritenposition gebracht. Aber nicht nur die Xerox-Ducati-Werksfahrer Michel Fabrizio und Nori Haga sollten beim Klassiker vor Melbourne stark zu beachten sein. Auch die Althea-Ducati-Asse Carlos Checa und Shane Byrne sowie der Tscheche Jakub Smrz auf der B&G Pata Ducati sollten für Plätze in den Top-5 jederzeit in Frage kommen.

YAMAHA: GEHTS AM RENNWOCHENDE EINFACHER? Yamaha Sterilgarda muss erst den Schock von den Tests verdauen, bei denen sich James Toseland und Cal Crutchlow nur auf den Rängen 12 und 17 in der Zeitenliste fanden. „Es hat nur sehr wenig geklappt”, jammerte Supersport-Weltmeister Cal Crutchlow nach den Testfahrten am Sonntag und Montag. Dennoch: Die Yamaha R1 hat viel Potenzial und wurde nach dem Gewinn des WM-Titels durch Ben Spies im Vorjahr weiter optimiert, was beide Piloten bei den Tests in Valencia und Portimao unter Beweis gestellt haben.

HONDA: DIE TESTS ZÄHLEN NICHT MEHR. Ten-Kate-Star Jonathan Rea galt vor den Tests auf Phillip Island als einer der Topfavoriten. Zuletzt musste der Nordire erkennen, dass der Sieg beim Saisonauftakt wohl nur über Ducati führen wird. Als gesamt Fünfter war der 23-Jährige dennoch in Schlagdistanz zu den Zweizylinder-Assen. Für den deutschen Max Neukirchner beginnt auf Phillip Island mit dem ersten Auftritt für Ten-Kate-Honda eine neue Ära seiner Superbike-WM-Karriere. ,,Wir müssen noch an der Performance über die Renndistanz verbessern. Die Reifen bauen nach wenigen Runden bereits extrem ab.”
APRILIA HOFFT AUF DEN ,,IMPERATOR”. Max Biaggi will die großen Erwartungen der Tifosi in Australien gerecht werden. Der 38-jährige Römer tritt 2010 an, um Aprilia mit der RSV4 Factory den ersten Superbike-WM-Titel zu bescheren. Bei den Tests vor wenigen Tagen hielt sich der Routinier was die Rundenzeiten betrifft zurück, die Crew konzentrierte sich hauptsächlich auf die Verbesserung in einzelnen Streckensektoren. Leon Camier geht als britischer Meister und mit einer Werksmaschine in seine erste volle Superbike-WM-Saison.
SUZUKI ALSTARE HOFFT AUF HASLAM Bei Alstare Suzuki ruhen die Hoffnungen ganz klar auf dem Briten Leon Haslam, der in allen Wintertest-Sessions für die Truppe von Francis Batta überzeugen konnte. Hinter Jonathan Rea war der 27-Jährige mit Position 7 zweitbester der Vierzylinder-Piloten. In Portimao und Valencia war Haslam im absoluten Spitzenfeld. Etwas anders die Ausgangsposition des Franzosen Sylvain Guintoli. Nach durchwachsenen Testergebnissen müsste der 28-Jährige mit einem Platz unter Top-10 zum Auftakt zufrieden sein.

KAWASAKI: TOP-10 ALS VORGABE. Bei Kawasaki Bird wäre man mit Top-10 Plätzen für Chris Vermeulen und Tom Sykes zufrieden. Der 27-jährige Vermeulen nimmt bei seinem Debüt für die Grünen, gleichzeitig sein Heimauftritt, sogar unter Plätze zwischen 5 und 10 ins Visier. Anders sieht die Ausgangsposition für die Pedercini-Kawasaki-Piloten Matteo Baiocco und Roger Lee Hayden aus, die mit aller Kraft daran arbeiten wollen, ihre rote Laterne diesmal anderen Piloten zu überlassen.

BMW: NOCH GIBT ES VIEL ARBEIT. BMW Motorrad Motorsport will vor allem am Freitag vor dem WM-Auftakt auf Phillip Island noch an der Performance arbeiten. Teammanager Davide Tardozzi erwartet von Troy Corser und Ruben Xaus zumindest Ergebnisse wie vor einem Jahr, damals holte Corser beim WM-Debüt von BMW einen achten Rang. ,,Es geht langsam, aber wirklich ganz langsam nach vorne”, kommentierte Tardozzi am Montag nach Ende der Tests.

SUPERSPORT-WM: LASCORZ GEGEN DIE HONDA-MEUTE. Der Spanier Loan Lascorz geht nach seiner Bestzeit bei den Tests auf Phillip Island als einer der Top-Favoriten in den Saisonauftakt am Sonntag. Der Motocard-Kawasaki-Pilot muss sich aber auf heftigste Gegenwehr der Honda-Asse einstellen. Vor allem Ten-Kate-Honda-Star Kenan Sofuoglu und Vize-Weltmeister Eugene Laverty auf der Parkalgar-Honda sind ebenfalls Anwärter auf den Sieg. Spannend auch das interne Match zwischen den Triumph-Piloten Seb Charpentier, David Salom, Jason di Salvo und Chaz Davies.

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